Die Orthese für das Handgelenk zur Linderung von Reizzuständen & Schmerzen
Eine Orthese für das Handgelenk ist eine Form der Handgelenksbandage, welche durch stabilisierende Elemente wie Aluminiumschienen eine Ruhigstellung bewirkt, dabei jedoch höheren Tragekomfort bietet als starre Gips- oder Castverbände. Handorthesen bestehen aus atmungsaktiven, wärmeregulierenden Materialien, welche die Schweißbildung reduzieren und sich über längere Zeit bequem tragen lassen. Das Material ist jedoch fester als bei flexiblen Handbandagen, um Bewegungen gezielt begrenzen zu können. So wird die Genesung der entsprechenden Partie des Handapparates optimal unterstützt.
Die enthaltenen Schienen lassen sich bei vielen Modellen einzeln entfernen. Sie stabilisieren exakt die Bereiche der Hand oder des Handgelenks, die ruhigzustellen sind. Die Beweglichkeit nicht betroffener Finger bleibt so erhalten. Manche Orthesen für das Handgelenk verfügen jedoch auch über Fingerauflagen oder Daumenorthesen, um die Entlastung und Ruhigstellung des Daumens oder der Finger zu ermöglichen.
Der Hauptzweck einer Handorthese ist die Stabilisierung des Bewegungsapparats, um das Ausheilen von Handverletzungen zu begünstigen. Dadurch lassen sich zugleich Reizzustände abbauen und Schmerzen lindern. Je nach Modell wird der Heilungsprozess durch kompressive Gestricke oder individuell einstellbare Orthesenmodule unterstützt.
Wann wird die Handgelenkorthese getragen?
Handgelenkorthesen werden häufig als präoperative Maßnahme getragen, um konservative Behandlungen zu unterstützen. Ebenso kommen Handorthesen zur Immobilisierung des Handgelenks oder des Daumensattelgelenks nach Operationen zum Einsatz. Die orthopädischen Hilfsmittel sind auch als Handgelenkschienen bekannt. Sie können als Gipsnachbehandlung zum Ausheilen einer Radiusfraktur oder bei einer Überlastung des Handgelenks eingesetzt werden. Orthesen fürs Handgelenk eignen sich zur effektiven Therapie von Verstauchungen, Bandverletzungen oder rheumatischen Erkrankungen.
Die Handgelenkschiene wird häufig bei entzündlichen Reizzuständen wie der Tendovaginitis empfohlen. Dieses allgemein als Sehnenscheidenentzündung bekannte Leiden erfordert eine absolute Ruhigstellung des Handgelenks. Die Orthese fürs Handgelenk bietet sich hier als wirksame Alternative zum Gipsverband an. Ebenso können ihre Aluminiumschienen das Gelenk ruhigstellen, wenn eine Nervenreizung wie beispielsweise das Karpaltunnelsyndrom ausheilen soll. Diese präoperativen Maßnahmen können im Rahmen konservativer Behandlungen helfen, operative Eingriffe zu vermeiden.
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Wann werden Handorthesen zur Daumenfixierung getragen?
Der Daumen ist unverzichtbar für zahlreiche Greifbewegungen und ist im Laufe der Lebenszeit oft einem verstärkten Verschleiß durch Fehlbelastungen ausgesetzt. Meist ist vor allem das Daumensattelgelenk betroffen, welches eine eigene Form der Arthrose – die Rhizarthrose – entwickeln kann. Sogenannte Daumenorthesen sind Handorthesen mit einem Daumeneinschluss, welcher auch die Daumenfixierung ermöglicht. Die restlichen Finger der Hand bleiben beim Tragen einer Daumenorthese frei.
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